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Anfag des Weihnachtsmärchens ]
geben. "Das ist einerlei", sagte sie, "da hast du deine
Pelzschuhe, denn es wird kalt, aber den Muff behalte ich, der ist gar zu
niedlich! Darum sollst du doch nicht frieren. Hier hast du meiner Mutter
große Fausthandschuhe, die reichen dir gerade bis zum Ellenbogen hinauf;
ziehe sie an! - Nun siehst du an den Händen gerade wie meine
hässliche Mutter aus!
Gretchen weinte vor Freude.
"Ich kann nicht leiden, dass du weinest!" sagte das kleine
Räubermädchen. "Nun musst du gerade recht froh aussehen; und da
hast du zwei Brote und einen Schinken, dann wirst du nicht hungern."
Beides wurde hinten an das Renntier gebunden; das kleine
Räubermädchen öffnete die Tür, lockte alle großen
Hunde herein, durchschnitt dann den Strick mit ihrem scharfen Messer und sagte
zum Renntier: "Laufe, aber gib recht auf das kleine Mädchen
acht!" Gretchen streckte die beiden Hände mit den großen
Fausthandschuhen gegen das Räubermädchen aus und sagte Lebewohl, und
dann flog das Renntier über Stock und Stein davon, durch den großen
Wald, über Sümpfe und Steppen, soviel es nur konnte. Die Wölfe
heulten und die Raben schrieen. Es war gerade, als sprühte der Himmel
Feuer.
"Das sind meine alten Nordlichter!" sagte das Renntier; "sieh,
wie sie leuchten!" und dann lief es noch schneller davon, Nacht und Tag.
Die Brote wurden verzehrt, der Schinken auch, und dann waren sie in Lappland.
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