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Kapitelanfang der Weihnachtsgeschichte ]
fast immer noch Essen mit, das sie der Kleinen wärmte, ehe sie einschlief,
und sagte: "Wart' nur, wenn du groß bist, dann darfst du mit fort
zum Waschen, da kriegst dann gutes warmes Essen." So gar erstaunlich
freute sich die Kleine aber nicht auf die Zeit, wo sie selbst mit waschen
dürfe. sie hatte einmal Frau Bendel in einer Waschküche besucht; da
war's dunkel und feucht gewesen vom Waschdampf, ihre kleinen Füße
waren nass geworden von der Brühe, die auf dem Boden lief; die Körbe
mit schmutziger Wäsche und der große Zuber mit Seifenschaum hatte
ihr nicht besonders gefallen; sie hatte sich verwundert, dass die Waschweiber
so vergnügt zusammen plauderten, und war froh gewesen, als sie wieder
heraus kam.
So lang das Wetter im Herbst noch nicht kalt war, durfte Margret, wenn sie
allein war, auf die Straße heraus, auch wenn Frau Bendel fort war. Die
armen Leute in der Nachbarschaft hatten Mitleid mit dem verwaisten Kind; sie
bekam da und dort einen Apfel oder ein Stück Brot und spielte oft mit den
andern Kindern; doch waren die meist sehr zerlumpt, so dass sie nicht gern
zuviel mit ihnen sein mochte; die selige Mutter hatte sie immer so
säuberlich gehalten.
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