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Eine Weihnachtsbescherung

Weihnachtserzählung von Paul Heyse - Seite 21

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nicht im Stich lassen. Na, ein andermal, nicht wahr? Aber lassen Sie doch einmal sehen - das ist ja ein ganz reizendes Tier, und gutartig scheint er auch zu sein -
Sie streckte bei diesem Wort die Hand in dem wollenen Handschuh nach dem Hunde aus, in der Absicht, ihm sanft den Rücken zu krauen. Sofort erhob Strubbs ein heftiges Bellen, und das Schöpfchen an seinem Vorhaupt sträubte sich drohend.
Nee, sagte sein Herr, indem er ihm beruhigend den Hals klopfte, sparen Sie die Mühe Madame. Er kann das Cajoliren und Schöntun nicht leiden, er wittert immer gleich Absichten, und wenn er Katzenpfötchen sieht, wird er wild. Übrigens reizend ist er auch nicht gerade, wie Sie zu äußern die Güte hatten. Die Schönheit drückt ihn wahrhaftig nicht, aber ein forscher Hund ist er und treu wie Gold, und das, Madame, ist für Menschen und Tiere die Hauptsache. Meine Selige hat ihn mir am Heiligabend beschert, nun werden wir uns das Leben miteinander so nagenehm wie möglich machen, wenn's auch nicht oft Gänsebraten gibt, und heute machen wir unsere erste Promenade, bloß die Treppe hinunter trag' ich ihn noch, weil er schwach auf den Beinen ist, hernach muss er laufen. Wann er genug haben wird, weiß ich nicht. Darum bestellen Sie, wenn ich bitten darf, ein schönes Kompliment an Frau Weber, und sie möchte uns entschuldigen, wenn wir nicht zu ihrem Kaffee kämen. Ich wüsste ja, sie hätt's auf Manier recht gut gemeint, aber straf' mich Gott, es ginge nicht, alte Verpflichtungen gingen vor, sie sollte sich weiter keine Mühe geben - sie wird schon wissen, was ich damit meine. Und jetzt empfehl' ich mich Ihnen, Madame. Vergnügte Feiertage!
Er fasste militärisch mit drei Fingern der rechten Hand an die Mütze, drückte mit der linken dem noch immer kläffenden Hündchen sanft die Schnauze zu und schritt ruhig an der sehr betroffen zu Boden blickenden hübschen Frau vorbei die Treppe hinab. - -
In die Lilienstraße hat er seit diesem Tag keinen Fuß mehr gesetzt.
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